Konferenz 2025 – Leipzig

Gemeinsam forschen –
Impulse aus Citizen Science, partizipativer und transdisziplinärer Forschung

© PartWiss 25, Stefan Schacher

Die PartWiss 25, die vierte Konferenz zur Vernetzung und Stärkung von Partizipation in der Wissenschaft, fand vom 12. bis 14. November 2025 im Leipziger Kubus statt. Das Jahresthema lautete: „Gemeinsam forschen – Impulse aus Citizen Science, partizipativer und transdisziplinärer Forschung”.

Die rund 400 Teilnehmenden der PartWiss 25 erarbeiteten hier gemeinsam Perspektiven für die Zukunft von Citizen Science, partizipativer und transdisziplinärer Forschung. Die PartWiss 25 bot die Möglichkeit zum Austausch darüber, wie transdisziplinäre und partizipative Forschungsprojekte und Citizen Science-Akteur:innen mit- und voneinander lernen können, um gemeinsam Innovation und Wirksamkeit in Wissenschaft, Politik und Praxis zu ermöglichen.

Das Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung und das Deutsche Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung waren in diesem Jahr maßgeblich für die lokale Organisation verantwortlich.

Auf der PartWiss 25-Konferenz entstand ein Raum des Austauschs, in dem vielfältige Erfahrungen zu guter Praxis vorgestellt, Gelingensfaktoren diskutiert und gemeinsam Perspektiven für die Zukunft von Citizen Science, partizipativer und transdisziplinärer Forschung erarbeitet werden konnten.

Dem Aufruf des Jahresthemas folgend, arbeiteten auf der PartWiss 25 verschiedene Akteur:innen disziplinenübergreifend in unterschiedlichen Formaten zusammen, um neues Wissen zu schaffen und gesellschaftliche Probleme zu adressieren.

Konferenzbericht 2025

Der Bericht für die PartWiss 25-Konferenz steht unter folgendem Link zum Download (4 MB) zur Verfügung:

Programm 2025

Koferenztag 1

Mittwoch, 12.11.2025

    • 09:00 – 09:30 Uhr
      Anmeldung zur Mitgliederversammlung der GTPF
    • 09:30 – 14:00 Uhr
      Mitgliederversammlung der GTPF
    • 12:00 Uhr
      Mittagessen der GTPF
    • Ab 13:00 Uhr
      Anmeldung zur Konferenz
    • 14:00 – 14:45 Uhr
      Konferenzeröffnung mit Grußwort von Dr. Effrosyni Chelioti (BMFTR)
    • 15:00 – 16:30 Uhr
      Thematische Sessions & Interaktive Workshops 1
    • 16:30 – 17:00 Uhr
      Kaffeepause 
    • 17:00 – 18:30 Uhr
      Thematische Sessions & Interaktive Workshops 2
    • 18:45 – 19:30 Uhr
      Postersession mit Fingerfood
    • 19:30 – 20:30 Uhr
      Preisverleihung „Wissen der Vielen“

    20:30 – 21:30 Uhr
    Sektempfang

Konferenztag 2

Donnerstag​, 13.11.2025

    • 08:00 – 09:00 Uhr
      Anmeldung zur Konferenz
    • 09:00 – 10:30 Uhr
      Thematische Sessions & Interaktive Workshops 3
    • 10:30 – 11:00 Uhr
      Kaffeepause
    • 11:00 – 12:30 Uhr
      Thematische Sessions & Interaktive Workshops 4
    • 12:30 – 14:30 Uhr
      Mittagspause mit Marktplatz 1 
    • 14:30 – 15:30 Uhr
      Keynote Prof. Caren Cooper, PhD 
    • 15:30 – 16:00 Uhr
      Kaffeepause 
    • 16:00 – 17:30 Uhr
      Thematische Sessions & Interaktive Workshops 5
    • 17:30 – 18:30 Uhr
      „Institutionalize! Formulierung von Forderungen an Politik, Fördermittelgeber und Wissenschaft“

    19:00 – 22:00 Uhr
    Konferenzdinner

Konferenztag 3

Freitag, 14.11.2025

    • 09:00 – 10:00 Uhr
      Keynote Prof. Dr. Sina Leipold
    • 10:00 – 10:30 Uhr
      Kaffeepause
    • 10:30 – 12:00 Uhr
      Thematische Sessions & Interaktive Workshops 6
    • 12:00 – 13:30 Uhr
      Mittagspause mit Marktplatz 2 
    • 13:30 – 15:00 Uhr
      Thematische Sessions & Interaktiver Workshop 7 
    • 15:15– 15:45 Uhr
      Abschlussplenum 

    15:45 Uhr
    Konferenzende

Programmheft PartWiss 25

 

Finales Programm inklusive aller Abstracts

Dokumentation & Ressourcen

Die Graphic Recordings von ausgewählten Sessions und zentralen Programmbestandteilen stammen – wie das visuelle Erscheinungsbild der gesamten Konferenz – von Stephanie Brittnacher. (Bilder zum Vergrößern anklicken)

Fotografische Eindrücke der PartWiss 25 in Leipzig ©PartWiss 25, Stefan Schacher

Themenschwerpunkte

  • Welche Mehrwerte werden durch gemeinsames Forschen in den unterschiedlichen Wissenschaftsdisziplinen ermöglicht, z.B. in der Forschung zu Natur, Klima, Gesundheit, Geschichte, Kultur und Mobilität und anderen Disziplinen
  • Wo liegt das Innovationspotenzial für die Wissenschaft durch gemeinsames Forschen? Welche Erkenntnisse über die Innovationskraft des gemeinsamen Forschens in der Wissenschaft liegen vor? Was sind Gelingensfaktoren und Herausforderungen?
  • Wie entfalten die Daten aus gemeinsamer Forschung ihr volles Potenzial durch verbessertes Management, Publikationen und FAIRe Veröffentlichungspraktiken?
  • Wie können verschiedene Gesellschaftsgruppen wirksam in die gemeinsame Forschung eingebunden werden, z.B. unterschiedliche soziale, ökonomische, kulturelle Hintergründe, verschiedene Altersgruppen?

  • Wie können wir Kooperationen auf Augenhöhe gestalten? Wie können wir gemeinsame Ansätze zwischen Bürgerforscher:innen, hauptamtlich Forschenden und Verwaltungen fördern?

  • Wie kann gemeinsames Forschen für eine stärkere Verbundenheit der Teilnehmer:innen zu Politik und Gesellschaft sorgen und damit Vertrauen in die Demokratie schaffen?

  • Wie kann gemeinsame Forschung als Architekt:in für gesellschaftlichen Wandel, nachhaltige Transformation, Empowerment und Transfer wirken, z.B. durch Reallabore oder Solutionlabs? Wie wird der Impact gemeinsamen Forschens ermittelt und wie kann diese Arbeit insbesondere im Hinblick auf Methoden weiterentwickelt werden?

  • Wie kann das Bildungspotenzial von gemeinsamer Forschung im schulischen und außerschulischen Kontext voll ausgeschöpft werden? Welche erfolgreichen Formate gibt es, z.B. Schulprojekte, Schüler:innenlabore, Umweltmobile?
  • Wie tragen Citizen Science, partizipative und transdisziplinäre Forschung zu Selbstwirksamkeit und persönlicher Entwicklung bei? 
  • Langzeitwirkung: Wie können wir das Engagement auch nach Abschluss partizipativer und transdisziplinärer Forschungsprojekte aufrechterhalten, zum Beispiel durch Empowerment, eigene Projekte ins Leben zu rufen?
  • Unter welchen organisatorischen und politischen Rahmenbedingungen findet Partizipation in Bildung, Schule und Lehre statt und welche Folgen haben diese?

Impulse für ausgewählte Anwendungsbereiche:

  • Wie können Künstliche Intelligenz (KI) und Mobile Sensorik für die Gestaltung von Nachhaltigkeit eingesetzt werden? Wie gelingen gesellschaftlich verantwortliche Digitalisierung und KI-Forschung? 
  • Was ist Gute Praxis” für Apps und Sensorik, die wieder verwendet oder neu konfiguriert werden können (i.S.v. Technologienachhaltigkeit)? 
  • Wie lassen sich soziale Medien sinnvoll in partizipative und transdisziplinäre Forschungsprozesse einbinden?
  • Welche Tools und Angebote erfüllen die Rahmenbedingungen, um rechtlich und ethisch angemessen für gemeinsames Forschen eingesetzt zu werden?
  • Welche guten Projektbeispiele gibt es aus der gemeinsamen Forschung in den Bereichen Biodiversität, Klima, Boden und Luft? Wie verhält es sich in den Themenfeldern Energie, Mobilität, Ernährung, etc.?
  • Welche gemeinsamen Lösungsansätze für das Mensch-Natur-Verhältnis und zur Klimaanpassung im Sinne einer nachhaltigen sozial-ökologischen Transformation können durch gemeinsame Forschung erarbeitet werden?
  • Wie können Strukturen und Projekte geschaffen werden, die sich als Langzeitmonitoring im Rahmen gemeinsamer Forschung etablieren? Wie kann eine gute Zusammenarbeit mit Behörden aussehen?
  • Wie können Betroffene zur eigenen Gesundheit forschen?
  • Gesundheitseffekte vom gemeinsamen Forschen: Inwiefern wirken sich Citizen Science und partizipative Forschung auf das psychische und physische Wohlbefinden der Teilnehmer:innen aus?
  • Welche Pfade hat gemeinsames Forschen in der Gesundheitsforschung bisher beschritten? Wie entwickelt sie sich in Hinblick auf Vernetzung zu weiteren (Themen-)Feldern partizipativen und transdisziplinären Forschens weiter?

Wir freuen uns über Vorschläge für Fachvorträge und Lightning Talks aus allen wissenschaftlichen Disziplinen und praktischen Perspektiven, die Bezüge zu Citizen Science, partizipativer und transdisziplinärer Forschung haben und Einblicke in konkrete Aktivitäten bzw. Problemstellungen bieten. 

Call for Sessions & Workshops 25

Call for Abstracts 25

Programmkommission

Die Programmkommission für die PartWiss 25 setzte sich aus 23 Mitgliedern von insgesamt 15 Institutionen zusammen. Weitere Informationen zu den Mitgliedern der Programmkommissionen für die PartWiss 24, die PartWiss 23 und PartWiss 22 finden Sie auf den Dokumentationsseiten der jeweiligen Konferenzen.

Christine Ahrend
Gesellschaft für transdisziplinäre und partizipative Forschung e.V., Technische Universität Berlin

Thomas Bartoschek
Universität Münster, senseBox

Birgit Behrisch
PartNet – Netzwerk für Partizipative Gesundheitsforschung, KHSB Berlin

Andreas Bischof
Technische Universität Chemnitz 

Aletta Bonn
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Peter Dietrich
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ

Stephanie Duchek
Fraunhofer IAO | Center for Responsible Research and Innovation CeRRI

Julia von Gönner
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Deutsches Zentrum für Integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Simone Kaiser
Fraunhofer IAO | Center for Responsible Research and Innovation CeRRI

Christin Liedtke
Helmholtz-Gemeinschaft, Geschäftsstelle Berlin

Julia Lorke
RWTH Aachen University

Julie Mewes
Technische Universität Chemnitz 

Hannah Moersberger
Helmholtz-Zentrum für Umweltforschung – UFZ, Deutsches Zentrum für integrative Biodiversitätsforschung (iDiv) Halle-Jena-Leipzig

Stefanie Molthagen-Schnöring
Hochschule für Technik und Wirtschaft Berlin

Moritz Müller
mit:forschen!, Museum für Naturkunde Berlin

 

Audrey Podann
Technische Universität Berlin 

Martina Schäfer
Zentrum Technik und Gesellschaft (ZTG), Technische Universität Berlin

Philipp Schrögel
Technische Universität Chemnitz

Anja Steglich
Netzwerk Reallabore der Nachhaltigkeit, Technische Universität Berlin

Anna Soßdorf
SCI:MOVE 

Jana Wäldchen
Max-Planck-Institut für Biogeochemie

Andrea Walter
Hochschule für Polizei und öffentliche Verwaltung NRW

Kathrin Wieck
Technische Universität Berlin

 

Code of Conduct und Awareness-Konzept

In der Vorbereitung und Durchführung der PartWiss-Konferenzen legen wir großen Wert auf ein respektvolles und inklusives Miteinander. Deshalb haben wir einen Code of Conduct (Verhaltenskodex) eingeführt und ein Awareness-Team eingerichtet. Der Code of Conduct sorgt dafür, dass sich alle Teilnehmenden sicher und wohl fühlen können, indem er Richtlinien für respektvolles Verhalten benennt.

Das Awareness-Team ist da, wenn Teilnehmende Unterstützung brauchen oder ein Problem ansprechen möchten. Mit diesen Maßnahmen möchten wir sicherstellen, dass alle die Möglichkeit haben, sich voll und ganz auf den fachlichen Austausch zu konzentrieren, ohne sich Sorgen um das eigene Wohlbefinden machen zu müssen. So schaffen wir gemeinsam eine offene und produktive Atmosphäre für alle.

Unser Ziel

Konzepte wie ein Code of Conduct (Verhaltenskodex) und ein Awareness-Team stammen aus der Überzeugung, dass ein respektvolles und sicheres Umfeld die Grundlage für produktive und kreative Zusammenarbeit ist. Ursprünglich entwickelt in sozialen Bewegungen und später in verschiedenen Gemeinschaften wie z.B. bei Festivals oder politischen Veranstaltungen angewendet, haben sich diese Ansätze bewährt, um Diskriminierung, Mobbing und unangemessenes Verhalten zu verhindern (Initiative Awareness, 2023).

Auch für wissenschaftliche Konferenzen sind diese Konzepte sinnvoll, denn sie fördern den offenen Austausch und die Zusammenarbeit, die für wissenschaftlichen Fortschritt unerlässlich sind. In einem Umfeld, in dem sich alle unabhängig von Fachdisziplin, beruflichem Status oder persönlichen Zuschreibungen respektiert und sicher fühlen, können Ideen freier und intensiver diskutiert werden, was letztlich die Qualität und den Erfolg der Veranstaltung steigert.

Dr. Julie Mewes (TU Chemnitz), wissenschaftliche Koordinatorin von PartWiss,  ist die Initiatorin und Verantwortliche für den Code of Conduct und das Awareness-Konzept für die PartWiss-Konferenzreihe.

Code of Conduct

Das Team von PartWiss ist bestrebt, eine sichere, freundliche und respektvolle Atmosphäre zu schaffen, in der konstruktive Diskussionen möglich sind. Gleichstellung, Diversität und Inklusion sind wichtige Grundsätze von PartWiss.

Dazu gehört auch, allen Teilnehmer:innen und Referent:innen eine möglichst diskriminierungs- und belästigungsfreie Teilnahme an unseren Konferenzen zu ermöglichen – unabhängig von Geschlecht, ethnischer Herkunft, Aussehen, Körperbau, Hautfarbe, Religion, Weltanschauung, Behinderung, Alter oder sexueller Identität.

Awareness-Team

Auf der PartWiss 25 stand ein Awareness-Team zur Verfügung. Nähere Informationen zu den Aufgaben und den Kontaktdaten zum Awareness-Team sind im Awareness-Konzept zu finden.

Der Code of Conduct und das Awareness-Konzept für die PartWiss 25 stehen hier zum Download zur Verfügung:

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